projekte | oeffentliche bauten

kindergarten langengeisling

plangutachten 2010, 1.preis
realisierung 2011-2012

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bebauung
bedingt durch die gewünschte nutzung des alten kindergartens bis zur fertigstellung des neubaus situiert sich dieser konsequent am südrand des grundstücks. damit wird die großzügigkeit, die übersichtlichkeit und der naturbezug des vorhandenen geländes in seiner ausrichtung gespiegelt, in seinem charakter aber erhalten.

durch das anlegen eines dachgartens zum ortsrand hin zeigt sich das gebäude hier nur eingeschossig und erzeugt dadurch einen angemessenen, harmonischen übergang in die landschaft.

der einfache, pragmatische baukörper mit lebendigen gestaltungselementen spiegelt seine nutzung wider - ein kindergarten mit krippe. die beweglichen, natürlichen und bunten schiebeelemente dienen aber auch dem sonnen- und sichtschutz.


innenraum
das foyer dient als übersichtliches zentrum und erhält durch eine belichtung über die ostseite des obergeschosses einen freundlichen und hellen charakter. durch die anordnung der räumlichkeiten im erdgeschoss um das foyer wirkt dieses dabei

aber gleichzeitig nicht durchgängig sondern introvertiert und beschützend. es ist ein idealer ort für gemeinschaftliche aktivitäten aller art.
angelagert an diesen bereich führt eine treppe zu den räumen im obergeschoss. sie fördert sowohl die übersichtlichkeit und bereichert dabei ebenso das räumliche erlebnis. auf direktem weg erreicht man so die dortige kinderkrippe im süden.

kindergarten
die 4 kindergarteneinheiten aus gruppen-, intensiv- und schlafraum gliedern sich im erdgeschoß um das von oben belichtete foyer, welches gleichzeitig als erweitere spielfläche dient, und damit auch das zusammengehörigkeitsgefühl und die sozialen kontakte der kinder untereinander fördert.
drei der vier hauptgruppenräume des kindergartens liegen an der attraktiven ostseite des foyers, der vierte gruppenraum ist als schlafraum ausgebildet und liegt an der gartenabgewandeten, ruhigen südseite. die zurückversetzten eingangsbereiche der gruppenräume schaffen eine intimere und individuell gestaltbare atmosphäre, mit der sich die kinder identifizieren können. die einzelnen gruppenräume öffnen sich zur natur hin über raumhohe verglasungen und vorgelagerte terrassen mit freiflächen für gruppenspezifische aktivitäten.
die zugänge der angelagerten räume stehen über den gruppenraum in sichtbeziehung zueinander und bilden so jeweils eine unmittelbare einheit.

kinderkrippe
die krippe im obergeschoss kann als eigene, abschließbare einheit ausgebildet werden. dadurch ist der dortige flur als spielfläche nutzbar und zugleich die nötige sicherheit gewährleistet.
die krippe und der turnraum im norden des obergeschosses haben einen ausgang zur weit-läufigen, vielfältig nutzbaren dachterrasse, die das aussenraumangebot erweitert und bereichert. die terrasse wiederum hat einen zugang zum freibereich.

alle dienenden räume gliedern sich sowohl im erd- als auch im obergeschoss im westen an das foyer an. gemeinschaftlich genutzte räume wie küche und werken befinden sich im erdgeschoss und haben einen direkten aussenbezug.


bauweise - fassade
die nur teilweise zweigeschossige, rationale und geschlossene baustruktur in bewährter mischbauweise (dach und wände in hoch wärmegedämmten holzkonstruktionen, decke und bodenplatte, sowie stützen und unterzüge in massivbauweise) trägt dem schonenden umgang mit der flächenressource rechnung und bildet damit gleichzeitig auch die grundlage für ein energieeffizientes gebäude.

die beweglichen schiebeelemente und die baulichen vor- und rücksprünge in der fassade gewährleisten einen guten und soliden sommerlichen wärmeschutz.

energiekonzept
eine bestmögliche ausrichtung des baukörpers nach südosten optimiert die passive solarenergienutzung und schafft die grundlage für eine energieoptimierung.
wegen des hohen grundwasserstandes bietet sich eine grundwasser-wp mit dem medium wasser an. dadurch verbessert sich den primärenergiefaktor.
eine raumweise zu steuernde, mechanische lüftungsanlage mit wärmerückgewinnung minimiert die lüftungswärmeverluste in der heizperiode und sorgt mit fernkälteunterstützung für ein angenehmes klima im hochsommer.
grundsätzlich wird eine senkung des primärenergieanteils angestrebt:

- sonnenausrichtung des gebäudes
- gutes verhältnis aussenwandflächen zu beheizbarem volumen
- gut gedämmte aussenwände in misch- oder holzbauweise
- fenster mit dreifachverglasung und gedämmten rahmenprofilen
- kontrollierte raumlüftung mit wärmerückgewinnung
- luftdichtheit der hülle (luftdichtheitstest)

sommer
durch die gebäudegeometrie von auskragenden bauteilen im bereich der großen fensterflächen ist ein sinnvolles maß an passiven sonnenschutz gewährleistet.
sämtliche aussenwände sind als steg-trägersystem, das dach mit holz-hohlkastenelementen geplant. die verbaute zellulosedämmung mit sehr hohem dämmstandard gewährleistet hierbei ein hohes maß an sommerlichem wärmeschutz. die decke über eg ist zur besseren speicherfähigkeit des gebäudes und abpufferung von temperaturschwankungen massiv ausgeführt.

winter
die im winter tiefer stehende sonne dringt nun in die räume ein und steigert somit die passiven solaren gewinne. die nordfassade ist weitestgehend geschlossen gehalten, wohingegen besonders die hauptaufenthaltsräume im südosten mit großen glasflächen versehen sind. die heizleistung der in allen nutzräumen verbauten fussbodenheizung wird dadurch minimiert und somit die gesamtenergiebilanz des gebäudes verbessert.


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zur broschüre kinderhaus st.martin langengeisling

montessori-volksschule in aufkirchen

fertiggestellt im september 2004

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entwurfsgedanke: einen lebensraum für kinder zu schaffen, dieses ziel steht hinter der planung der neuen montessori grund- und hauptschule in aufkirchen. der entwurf zeigt ein aus dem boden wachsendes zweigeschossiges gebäude mit geschwungenem grasdach und organisch geformtem grundriss. das lichtdurchflutete, freundliche gebäude lädt die kinder aufgrund der vielfältigen nutzungsmöglichkeiten ein, sich im schulalltag und auch in der freizeit wohlzufühlen. trotz der architektonisch anspruchsvollen gestaltung muß sich das gebäude den gesetzen der wirtschaftlichkeit unterordnen und sich exakt an die finanzierungsvorgaben der regierung halten.

die reinen baukosten werden etwa 5 mio. euro betragen. in diesem rahmen wird auch eine energiesparende bauweise in passivhausqualität umgesetzt. das gebäude ist die erste zertifizierte passivhausschule in deutschland, die als neubau verwirklicht wird. die kompakte außenhülle wird hochwärmegedämmt mit einem einsatz von passivhaustauglicher verglasung und passivhausfenster. die kontrollierte lüftung mit wärmerückgewinnung versorgt das schulgebäude und die turnhalle mit der nötigen frischluft.

das markant geschwungene gründach fügt sich harmonisch in die geländeform ein, die unterschiedlichen raumhöhen gehen durch die wölbungen stufenlos ineinander über.

durch die form entstehen im verhältnis zum umbau- ten raum geringe aussenflächen, was sich positiv auf die wirtschaftlichkeit auswirkt und zudem energie spart.

durch das bis zum boden reichende dach entstehen nur zwei aussenfassaden. die südostseite öffnet sich zu eingangsbereich und pausenhof, die nordwestseite zeigt in die freie landschaft.

der eingang der schule wird mit einer durch die fassade geschobene rotunde und einer stahlbetonwand markiert, die den zuweg begleitet. hinter dem eingang öffnet sich die bis unter das dach reichende aula. der angrenzende speiseraum dient auch als schülercafe. die aula kann über mobile trennwände um die turnhalle und den runden mehr- zweckraum erweitert werden. bei großen veranstaltungen wird die halbge- schossig nach unten versetzte turnhalle durch eine zuschauertribühne erweitert. an die aula schließt sich der klassentrakt an. dieser beherbergt im eg die sechs hauptschulklassen mit fachräumen und im og die vier grundschulklassen mit fachräumen und verwaltungsbereich. weniger...

museum erding

plangutachten 2007, realisierung 2008/2012

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zeitgemäße museumserweiterung auf knapper fläche, an grenzen angebaut. anbau an vorhandenes museum mit glasfuge. neuer zugang, neuer zugangshof, großzügiges foyer mit kleinem cafe. viele funktions- und ausstellungsbereiche. massivbauweise mit passivhausstandard. weniger...

zur broschüre museum erding - erweiterungsbau

zur broschüre museum erding - sanierung altbau
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